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Montag, 10. Februar 2020

Indonesien 3 - Jakarta


In Jakarta angekommen, ist es meine erste Aufgabe den Zollagenten in seinem Büro aufzusuchen.
Also lasse ich Gaby im Hotel zurück und werde zum Büro des Agenten chauffiert. Dort angekommen übergebe ich die benötigten Originaldokumente. Wir besprechen den weiteren Ablauf. Es wird wohl Montag werden, bis wir das Ogermobil in Empfang nehmen können. So bleiben uns volle vier Tage für touristische Aktivitäten.

Unser Hotel liegt in der Altstadt von Jakarta, nahe am Meer und am alten Hafen Sunda Kelapa. Da das Wetter sehr gut ist unternehmen wir einen Spaziergang zum Sunda Kelapa. Unser Weg führt uns durch eine richtig arme Gegend.
Auf dem Weg zum Sunda Kelapa
Im Hafen werden Lastschiffe für vorgelagerte Inseln be- und entladen. Die Lastkähne, alte Holzschiffe mit vorsintflutlichen Kränen, werden von Tagelöhnern beschickt.
Sunda Kelapa
Am Rand von Sunda Kelapa liegt der Yachthafen, die Marina. Was für ein Kontrast. Hier die alten Lastkähne, dort die modernen Superyachten. Das Beste an der Marina ist jedoch das Restaurant Marina Batavia. Im 5.Stock gelegen, hat man von der Dachterrasse des alten Kolonialgebäudes einen wunderbaren Blick über die gesamte Gegend und zur Happy Hour kostet das Bier nur die Hälfte, was wir zur Feier meines Geburtstages auch weidlich ausnutzen.
Stimmungsvolle Dachterrasse Marina Batavia
Ein weiteres touristisches Highlight Jakartas ist das alte Chinesenviertel Glodok. Ein Spaziergang über den Markt ist nichts für schwache Nerven. Die engen Gassen müssen sich die Fußgänger mit den allgegenwärtigen Motorrollern teilen. Wir sind dauernd am ausweichen. 
Gasse in Glodok
Als ob das nicht genug wäre, sind die angebotenen Waren, zumindest für europäische Augen und Nasen, sehr gewöhnungsbedürftig. Lebende Hühner und Vögel gehen ja noch, aber Hühnerfüße, Innereien und ein paar undefinierbare tierische Produkte sind schon starker Tobak. Wir kaufen in einem Haushaltswarengeschäft einen elektrischen Moskitoschläger der Marke „Made in China extrastark“ um für die Angriffe der Moskitos im Ogermobil gewappnet zu sein, bevor wir den chinesischen Tempel Jin de Yuan besichtigen. Eine große Anzahl „mannshoher“ Kerzen und unzählige Räucherstäbchen werden hier zu Ehren verschiedener Götter abgebrannt.
Kerzen im Jin de Yuan Tempel
Abends gehen wir regelmäßig zum Fatahillah Platz, dem Zentrum der Altstadt. Der Platz ist Treffpunkt der Bewohner Jakartas. Hier gilt: Sehen und gesehen werden. 
Fatahillah Platz
Rund um den Platz werden mit Sonnenuntergang eine Unzahl von Essensständen aufgebaut. An einem Stand leisten wir uns für umgerechnet einen Euro eine ordentliche Portion „Mie Ayam“, Nudeln mit Hühnchen. Schmeckt richtig gut. Später vergeht uns jedoch noch nachträglich der Appetit, als wir sehen wie eine streunende Katze aus dem Abwaschwasser trinkt.

Unser touristisches Programm setzen wir mit einem Besuch des „Monas“, das Monumen Nasional fort. Das 132 m hohe Denkmal erinnert an die Unabhängigkeit Indonesiens. Es steht auf dem etwa 1 km² großen,quadratischen Lapangan Merdeka (Unabhängigkeitsplatz). Ein netter Ausflug am Sonntag Nachmittag.
Unabhängigigkeitsplatz - Weitläufig und, nicht nur wegen des Wetters, etwas trist
Die ersten Tage war das Wetter, trotz Regenzeit gar nicht so schlecht. Der Regen hat es vorgezogen Nachts zu fallen, was uns sehr entgegengekommen ist. Jetzt ist er nicht mehr so rücksichtsvoll. Es regnet nun auch tagsüber ziemlich munter. Auch deshalb steigt unsere Ungeduld. Wir wollen jetzt langsam mit dem Ogermobil starten.

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Jakarta lädt uns Stefanus, der Chef von GAP Logistics (unsere Zollagentur) zum Abendessen beim Chinesen ein. Stefanus bringt gleich seine ganze Familie mit. Es wird ein munterer Abend bei guten Hühnchen und sehr nettem Geplauder. 
Abendessen mit Stefanus
Für den nächsten Morgen sind wir zur Abholung des Ogermobils um 9:30 Uhr in seinem Büro verabredet.

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